Lernumgebung für Making
Ein MakerSpace ist eine offene Lernwerkstatt. Dort kann nach Herzenslust experimentiert und produziert werden. Im Unterschied zur traditionellen offenen Werkstatt werden im MakerSpace auch digitale Technologien und Produktionsverfahren wie CNC-Fräsen, 3D-Scanner und -Drucker, Plotter und Laser Cutter angeboten. Neben klassischen Werkstoffen und Materialien wie Pappe, Kunststoff, Holz und Metall können Maker*innen auch Mikrocontroller, Mini-Computer, verschiedene Sensoren und Aktoren in ihre Produkte und Erfindungen einbauen. Schulische MakerSpaces werden in der Regel von Fachlehrpersonen betreut.
Die Haltung beim Making
Das Maker Mindset lässt sich als Haltung oder Überzeugung beschreiben. Ausgangspunkt ist der Wunsch, eigene Ideen umzusetzen und Produkte zu entwickeln. Neugier, Offenheit und die Bereitschaft, dazuzulernen, sind wichtiger als Fachwissen oder handwerkliche Fertigkeiten. Erkenntnisse werden durch Austausch mit Kolleg*innen, durch Ausprobieren und regelmässiges Scheitern gewonnen. Besonders wichtig sind Vertrauen in die eigenen Ideen, Beharrlichkeit sowie Geduld mit Mensch und Material. Maker-Pädagog*innen versuchen durch sensible und wertschätzende Begleitung das Maker Mindset bei den Lernenden zu fördern.
Lernaktivitäten im MakerSpace
Maker-Challenges sind Aufgabenstellungen, die an das freie Tüfteln und Erfinden (s.u.) heranführen. Sie sind offen und problembasiert. Es gibt also weder Anleitung noch Musterlösung. Man muss nachdenken, tüfteln und Dinge ausprobieren, bis man zu einer Lösung kommt. Beim Lösen von Maker-Challenges lernt man verschiedene Technologien, Produktionsverfahren und Materialien kennen.
Mit Maker-Challenges können konkrete Fachkompetenzen in das schulische Making einbezogen werden. Eine Auswahl an Maker-Challenges mit dem Schwerpunkt NMG, TTG, BG und Medien und Informatik bietet das Making-Lehrmittel «Makerstars.org»
Tüfteln und Erfinden
Das freie Making ist Ziel und Idealzustand des schulischen Makings. Die Schüler*innen setzen eigeninitiativ Ideen um, wählen Materialien und Technologien selbstständig aus und entwickeln ihre Prototypen und Produkte in einer am Design Thinking Prozess angelehnten iterativen Abfolge von Recherche, Ideenfindung, Prototyping und Testen weiter.