«Digitale Mündigkeit» ist für das Leben in der Gesellschaft von Morgen eine wichtige Voraussetzung. Hierzu zählen nebst produktiven und kritisch-reflexiven Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien auch nicht-automatisierbare Fähigkeiten wie Kreativität, Problemlösen und Kollaboration.
In einem Pilotprojekt von 2017 bis 2020 der Pädagogischen Hochschule Thurgau und der FHS St.Gallen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften wurde der «Maker-Ansatz» aus dem ausserschulischen Bereich auf die Volksschule übertragen. Neigungsorientiertes und kreatives Tüfteln, das digitale und analoge Verfahren kombiniert, wird mit der Vermittlung von Medien- und Informatikkompetenzen im Sinne des Lehrplan 21 verknüpft. Schülerinnen und Schüler machen den Schritt vom User zum Prod-User von Produkten. Sie nutzen analoge, digitale und mediale Techniken und wenden sie in eigenen Erfindungen praktisch an.
An der Primarschule Thayngen (im Kanton Schaffhausen) wurde mit den Lehrpersonen partizipativ ein MakerSpace konzipiert und in Betrieb genommen. Der Entwicklungsprozess und die ersten zwei Betriebsjahre wurden wissenschaftlich begleitet. Ergebnisse aus dem Pilotprojekt fliessen als Umsetzungshilfen in die Making Erprobung TG ein. Forschungsergebnisse wurden in wissenschaftlichen Fachpublikationen veröffentlicht und im Rahmen von Vorträgen präsentiert und diskutiert. Der abschliessende Forschungsbericht erscheint an dieser Stelle im Dezember 2020.