Digitale Mündigkeit beschreibt die Fähigkeit und die Bereitschaft, in einer von Digitalisierung geprägten Gesellschaft bewusst, selbstbestimmt und unabhängig zu handeln, Entscheidungen und Urteile auf der Grundlage von (kritisch geprüften) Fakten und Sachkenntnis im Bereich digitaler Technologie zu treffen und die möglichen Folgen des eigenen Handelns in digitalen sowie anlogen Welten gegenüber dem eigenen Gewissen zu verantworten.

Als Ausgangsbasis für die Entwicklung von Making-Lernumgebungen und Lernangeboten haben wir Digitale Mündigkeit für den Kontext «Making in der Schule» operationalisiert und ein Empowermentmodell entwickelt, das aus fünf Dimensionen besteht.

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Empowermentmodell

Empowermentmodell für Digitale Mündigkeit im Making-Kontext (Maurer/Ingold 2020)

Digitale Mündigkeit im Making-Kontext beschreibt die Fähigkeit und Bereitschaft, im MakerSpace aktiv zu werden und Projekte zu realisieren (Handlungsfähigkeit). Dabei gilt es, eigene Ideen zu entwickeln und diese unter Einbezug digitaler und analoger Ressourcen eigenständig in Artefakte/Produkte umzusetzen, aus Fehlern zu lernen und Probleme selbstständig zu lösen (Unabhängigkeit). Die Aneignung digitaler Technik und digitaler Fabrikationstechnologien erweitert dabei die Möglichkeiten des Selbstausdrucks (Selbstermächtigung). Urteilsfähigkeit wird durch (digitale) Sachkenntnis möglich, die eigenständig und selbstbestimmt unter Einbezug digitaler (und analoger) Ressourcen wie zum Beispiel Tutorials im Netz angeeignet wird (Urteilsfähigkeit). Mittelfristig befähigen sich Maker*innen dazu, Produkte verantwortungsvoll zu entwickeln, (digitale) Technologie zielführend zu verwenden und über Chancen und Risiken des Technologieeinsatzes kritisch nachzudenken (Verantwortung, Selbstständigkeit).

Wie genau das Modell entstanden ist und in welchem Zusammenhang die fünf Dimensionen stehen, kann in diesem Text nachgelesen werden:

Konzeptionelle Vorarbeiten finden sich ausserdem in diesen Texten: